BARF bei Hunden

Ist der Verzehr von rohem Fleisch für Hunde gefährlich?

Die Antwort lautet NEIN. Da Hunde die Verdauung eines Karnivoren (Fleischfressers) haben – die sie von ihren Vorfahren den Wölfen geerbt haben – ist ihre Verdauung auf rohes Fleisch ausgerichtet. Nicht zuletzt ist die Magensäure des Hundes sehr stark und kann problemlos alles verdauen, was ein Hund in freier Wildbahn fressen würde, z.B. bei einem erbeuteten Tier auch die Knochen, das Fell und den Knorpel.

Darf mein Hund rohen Fisch fressen?

Ja, aber nur bestimmte Sorten und am besten tiefgefroren oder gegart, um Parasiten auszuschließen. Geeignet sind z. B. Lachs, Hering oder Makrele. 

Wie stelle ich am besten um?

Einen gesunden Hund kannst Du von jetzt auf gleich umstellen. Füttere am Abend vorher die letzte Mahlzeit des Fertigfutters und am nächsten Tag startest Du mit dem Barfen.
Bei empfindlichen Hunden kann es sinnvoll sein, den Hund zunächst fasten zu lassen und dann langsam mit dem Barfen anzufangen. Füttere dafür zunächst mehrere kleine Fleisch- Mahlzeiten und füge nach und nach weitere Komponenten (Gemüse/Obst,Kräuter,Zusätze,Knochen,Öl) hinzu.

Wie viel Futter braucht ein Hund täglich?

Die Futtermenge hängt primär von Faktoren wie Alter, Aktivitäten, Rasse ab. Eine Faustregel besagt, ein ausgewachsener Hund braucht ca. 2% seines Körpergewichts an Futter pro Tag. Das sind 600 Gramm Futter für einen Hund, der 30 kg wiegt. Die tägliche Portion Futter sollte zu etwa 70–80 % aus tierischem Anteil und 20-30% aus pflanzlichen Anteil bestehen. Diese Rechnung ist natürlich nur eine Richtgröße und sollte dem individuellen Bedürfnis Deines Hundes angepasst werden. Bei der Berechnung der Futtermenge hilft unser BARF-Rechner.

Kann ich meinen kranken Hund mit BARF füttern?

Ob BARF bei einem kranken Hund geeignet ist, hängt stark von der Art der Erkrankung ab. Grundsätzlich kann Rohfütterung viele Vorteile bringen, da sie eine natürliche und leicht verdauliche Ernährung bietet. Allerdings müssen bei Krankheiten wie Nieren-, Leber-, Magen-Darm- oder Herzproblemen die Rezepte individuell angepasst werden (z. B. weniger Protein, angepasster Mineralstoffgehalt). In solchen Fällen ist es wichtig, die Rationen gemeinsam mit einem Tierarzt oder Ernährungsberater zu planen.

Ist BARF auch für ältere Hunde geeignet?

Ja, auch Senioren können mit BARF gefüttert werden. Wichtig ist, die Portionsgröße und den Energiegehalt an den geringeren Bewegungsdrang anzupassen und leichter verdauliche Fleischsorten zu wählen. Ergänzungen wie Gelenkpräparate oder spezielle Öle können zusätzlich sinnvoll sein, um die Gesundheit im Alter zu unterstützen.

Ist BARF für Welpen geeignet?

Ja, BARF ist auch für Welpen geeignet. Sie erhalten alle wichtigen Nährstoffe für gesundes Wachstum – wichtig ist nur eine ausgewogene Zusammensetzung.

Ab wann darf ein Welpe rohes Fleisch fressen?

Ab der 4.–5. Lebenswoche kann ein Welpe an rohes Fleisch herangeführt werden. Am besten in kleinen Mengen und schrittweise steigernd.

Darf ich Welpen mit rohem Fleisch ernähren?

Ja, Welpen dürfen rohes Fleisch bekommen. Beginne aber mit kleinen Portionen, damit sich die Verdauung langsam daran gewöhnt.

Wie viel BARF braucht ein Welpe am Tag?

Welpen fressen etwa 5–8 % ihres aktuellen Körpergewichts pro Tag. Die Menge sollte mit zunehmendem Alter angepasst werden.

Wie berechne ich die Futtermenge für meinen Welpen?

Orientiere dich am aktuellen Körpergewicht (5–8 % pro Tag). Für eine exakte Berechnung hilft dir unser BARF-Rechner.

Welche Fleischsorten sind für Welpen am besten?

Besonders geeignet sind leicht verdauliche Sorten wie Huhn, Pute oder Rind. Exotisches Fleisch oder sehr fettreiche Sorten solltest du anfangs meiden.

Muss jede Mahlzeit ausgewogen sein?

Ein ganz klares Nein. Jede Mahlzeit ausgewogen zusammenzustellen ist fast unmöglich. Die Ausgewogenheit der Ernährung ist über einen längeren Zeitraum zu betrachten. Auch Phasen von eher einseitiger Ernährung (z.B. im Urlaub) kann ein gesunder Hund verkraften.

Ist alles in Ordnung, wenn mein Hund jetzt weniger Wasser trinkt?

Ja, das ist ganz normal. Das liegt daran, dass Fleisch und Gemüse zu einem großen Teil aus Wasser bestehen. Diese Nahrungsmittel enthalten auch wenig Salz, so dass der Bedarf an Wasser geringer ist als bei Fütterung mit Trockenfutter.

Mein Hund hat weniger Stuhlgang – ist das normal?

Das ist bei Fütterung mit rohem Fleisch ganz normal, da das Fleisch wesentlich besser verwertet werden kann. Außerdem enthält das Futter nun keine überflüssigen Füllstoffe mehr.

Kann ich meinen Hund ausschließlich mit Fleisch füttern?

Nein. Hunde brauchen eine ausgewogene Mischung aus Fleisch, Innereien, Knochen und pflanzlichen Anteilen, um mit allen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt zu sein.

Kann ich meinen Hund Teilbarfen?

Ja, Teil-BARF ist möglich – du kannst also BARF mit Fertigfutter kombinieren. Achte aber darauf, ob dein Hund diese Mischung gut verträgt, denn die unterschiedlichen Futtermittel werden verschieden verdaut. Das kann sonst zu Blähungen, Verstopfung oder Durchfall führen.

Wie hoch sollte der Proteingehalt sein?

Hunde haben einen geringeren Proteinbedarf als Katzen. Für eine ausgewogene Ernährung sollte der Proteingehalt bei ca. 15–25 % in der Trockenmasse liegen, was etwa 5–7 % im frischen Fleisch entspricht – abhängig von Alter, Aktivität und Gesundheitszustand des Hundes.

Warum finde ich kein Schweinefleisch im haustierkost.de Sortiment?

Schweinefleisch wird nicht roh an Hunde oder Katzen verfüttert. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, da Schweine am Aujeszky-Virus erkrankt sein können. Das Aujeszky-Virus ist ein Herpes-Virus, dessen Hauptwirt das Schwein ist. Schweine überleben die Virusinfektion in der Regel, Hunde und Katzen dagegen nicht. Jedes Jahr sterben Jagdhunde nach Kontakt mit Wildschwein, an dem Aujeszky-Virus. Daher achte bitte auch darauf, dass Dein Hund kein Kontakt zu Wildschweinen hat.

Darf mein Hund rohes Schweinefleisch fressen?

Nein. Rohes Schweinefleisch ist tabu, da es Träger des Aujeszky-Virus sein kann, das für Hunde tödlich endet.

Was ist bei der Knochenfütterung zu beachten?

Bei Knochenfütterung ist wichtig: immer roh, niemals gekocht, da gekochte Knochen splittern können. Beginne mit weichen Knochen wie Hühnerhälsen oder Kalbsbrustbein und passe die Größe dem Tier an. Achte darauf, dass Knochen nur ein Teil der Mahlzeit sind und nicht übermäßig gefüttert werden, um Verstopfungen zu vermeiden.

Warum hat mein Hund jetzt Durchfall?

Nach der Umstellung auf rohes Fleisch kann es am Anfang vereinzelt zu Durchfällen kommen – insbesondere nach der Fütterung mit Pansen. Hierbei solltest Du zwischen wässrigem Durchfall und weichem Stuhl unterscheiden. Bei stark wässrigem oder länger anhaltenden Durchfall empfehlen wir Dir einen Tierarzt aufzusuchen, da dies andere Ursachen haben kann als die Nahrungsumstellung. Weicher Stuhl dagegen ist eine normale Begleiterscheinung der Nahrungsumstellung. Der Stuhl wird sich allerdings wieder normalisieren, sobald die Verdauung anfängt, sich an die neue Nahrung zu gewöhnen.

Warum muss Öl zu der Mahlzeit gegeben werden?

Öl sorgt dafür, dass dein Tier fettlösliche Vitamine besser verwerten kann und mit wichtigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren versorgt wird. Da diese Fettsäuren nicht selbst gebildet werden können, müssen sie über die Nahrung zugeführt werden. Besonders Omega-3 ist im Fleisch von Zuchttieren kaum vorhanden – hier helfen z. B. Lachsöl, Dorschlebertran, Hanföl oder Leinöl.

Mein Hund mag kein rohes Fleisch, kann ich das Fleisch abkochen?

Ja, du kannst das Fleisch zunächst leicht anbraten oder mit heißem Wasser überbrühen, wenn dein Hund rohes Fleisch nicht mag. Achte darauf, keine Knochen oder Knorpel mitzukochen. Durch das Garen gehen allerdings einige Nährstoffe verloren, die du eventuell ergänzen musst. Versuche nach und nach, das Fleisch weniger stark zu garen, um deinen Hund langsam an Rohfleisch zu gewöhnen.

Kann ich meinem Hund jedes Obst und Gemüse füttern?

Nein, nicht jedes Obst und Gemüse ist für Hunde geeignet. Gut verträglich sind z. B. Karotten, Zucchini, Gurke, Äpfel oder Beeren. Giftig bzw. gefährlich sind hingegen Trauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Avocado und rohe Kartoffeln.

Welche Gemüse- und Obstsorten sind für Hunde geeignet?

Gut verträglich sind z. B. Karotten, Zucchini, Gurke, Äpfel oder Beeren. Verboten sind u. a. Trauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Avocado und rohe Kartoffeln.

Kann ich Getreide füttern?

Getreide ist kein natürliches Futtermittel für Hunde, kann gesunden Hunden aber ab und zu in kleinen Mengen gefüttert werden. Große Mengen oder tägliche Gaben – wie oft in Fertigfutter enthalten – sind nicht empfehlenswert. Hunde mit Allergien, Epilepsie, Krebs oder Hefepilz sollten generell kein Getreide oder andere stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Reis, Mais oder Süßkartoffeln bekommen.

Mein Hund erbricht sich, ist das normal?

Gelegentliches Erbrechen beim Hund ist oft normal und nicht sofort ein Krankheitszeichen. Häufig passiert es, wenn Hunde zu schnell zu viel fressen – dann wird das Futter erbrochen und später erneut aufgenommen, ein Verhalten, das schon vom Wolf bekannt ist. Auch beim Füttern von Knochen oder bei Hundemüttern gegenüber Welpen tritt Erbrechen natürlicherweise auf. Es kann zudem ein Schutzmechanismus sein, um unverträgliche Stoffe loszuwerden. Wichtig: Wenn das Erbrechen länger anhält oder Dein Hund weitere Symptome zeigt, solltest Du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Muss ich Nahrungsergänzungen beim BARFen geben?

Ja, in den meisten Fällen sind Öle (z. B. Lachsöl), Mineralien oder Vitaminpräparate sinnvoll. Sie stellen sicher, dass dein Hund alle Nährstoffe bekommt.

Welche Nahrungsergänzungsmittel braucht mein Hund?

Als Basis ist ein Mineral Vitamin Mix sinnvoll. Mit welchen weiteren Mitteln Du die tägliche Ration ergänzen, hängt von den individuellen Bedürfnissen Deines Hundes ab. Ein gesunder ausgewachsener Hund, braucht bei abwechslungsreicher Fütterung i.d.R. aber keine weiteren Zusätze.

Ist verdorbenes Fleisch für den Hund gefährlich?

Hunde können von Natur aus Aas fressen und an der Luft gereiftes/verwesendes Fleisch ist für Hunde in der Regel unbedenklich. Gefährlich kann es erst werden, wenn Fleisch unter Sauerstoffentzug verdirbt, dann können sich auch für den Hund gefährliche Bakterien entwickeln.

Muss ich einen Futterplan für meinen Hund erstellen?

Nicht unbedingt. Bestimmt hilft ein Futterplan in der Anfangszeit über Unsicherheiten hinweg, aber wirklich brauchen tust Du diesen nicht. Kein Hund könnte sich als Selbstversorger an irgendwelche Pläne halten. Für die Zusammenstellung ist lediglich wichtig zu wissen wie in etwa das Verhältnis der einzelnen Komponenten sein sollte und welchen Bedarf Dein Hund insgesamt hat. Bei der Ermittlung hilft Ihnen unserBarf Rechner. Die Komponenten fütterst Du dann in beliebiger Reihenfolge und Mischung.

Enthält Fertig BARF alle wichtigen Nährstoffe?

Ist das Fertig BARF ist als Alleinfuttermittel deklariert, enthält es alle wichtigen Nährstoffe, die Dein Tier braucht. Du musst also nichts zusätzlich ergänzen, außer es wird vom Tierarzt individuell empfohlen.

Auf dem BARF Komfort Plus steht Ergänzungsfuttermittel. Heißt das, dass es nicht als vollständiges Menü gedacht ist?

Ein Ergänzungsfuttermittel ist tatsächlich nicht automatisch ein vollständiges Menü. Es liefert bestimmte Nährstoffe oder Zutaten und kann deshalb immer mit anderen Futtermitteln oder Supplements kombiniert werden, damit dein Tier alle wichtigen Nährstoffe bekommt.

Das BARF Komfort PLUS sehen wir hier eher als Basisfutter an. Die enthaltenen Inhaltsstoffe decken den Bedarf eines gesunden Hundes im Erwachsenenalter ab. Gleichzeitig bietet das Fertigbarf jedoch die Möglichkeit, die speziell für den einen Hund erforderlichen Supplements zu ergänzen, um ihn bestmöglich zu unterstützen. Dies wäre zum Beispiel ein hochwertiges Öl bei Haut- und Fellproblemen.

Was tun, wenn mein Welpe Durchfall beim BARFen bekommt?

Zuerst kleinere Portionen geben und magenschonende Sorten wie Huhn wählen. Bleibt der Durchfall bestehen, bitte den Tierarzt aufsuchen. Bei Unsicherheiten oder Nachfragen helfen wir gerne per Mail oder telefonisch weiter.

Soll ich meinem Welpen auch Knochen geben?

Ja, aber nur rohe, weiche Knochen wie Hühnerhälse oder Kalbsbrustbein. Gekochte Knochen sind gefährlich, da sie splittern können.

Wächst mein Welpe mit BARF gesund auf?

Ja, wenn die Rationen ausgewogen sind. BARF liefert alle wichtigen Nährstoffe für gleichmäßiges und gesundes Wachstum.

Macht BARF meinen Hund aggressiv?

Nein, BARF macht Hunde nicht aggressiv. Aggression entsteht nicht durch die Fütterungsart, sondern hat andere Ursachen wie Erziehung, Unsicherheit oder schlechte Erfahrungen. BARF sorgt vielmehr für eine natürliche und gesunde Ernährung und kann das Wohlbefinden deines Hundes fördern.